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CV

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ARBEITSMETHODE 2014

 

Meine Arbeiten sind experimentelle, digitale Drucke, die wie Malerei anmuten. Ich verwende gegenständliche Fotografien, die ich zu geometrisch abstrakten Strukturen verfremde und

mit einem Tintenstrahldrucker auf Seide übertrage. Das zarte, aber dennoch robuste Gewebe

wird gefaltet und in mehreren Etappen bedruckt, so dass angrenzende Druckvorgänge einander

überlagern. Abschließend wird das Material geglättet und auf Acrylglasplatten kaschiert.

 

Durch den großzügigen Weißraum und die reduzierte Farbigkeit wirken die Bilder offen und leicht.

Die dünne, opake Struktur der  Seide unterstützt diese Leichtigkeit, während die Verbindung

des zarten Stoffes mit Bildträgern aus farblosem Acrylglas die Transparenz zusätzlich verstärkt.

Die Synthese der zwei durchscheinenden Materialien erzeugt eine scheinbar schwebende Unschärfe sowie eine milchige, matte Oberfläche mit außergewöhnlicher Luminanz.

 

Zu Anfang jeder Arbeit steht ein visuelles Konzept. Das digital konzipierte Ausgangsmotiv

geht jedoch im Entstehungsprozess seinen eigenen Weg, da eine fließende Grenze zwischen

der von mir entworfenen Vorlage und dem Ergebnis, das der Drucker auswirft besteht.

 

Die Auseinandersetzung der Maschine mit dem zweckfremden Material hinterlässt ihre Spuren: Flecken, Schlieren, Verzerrungen und Verschiebungen manifestieren sich als unvorhersehbare Elemente innerhalb des Bildes. Die Ungenauigkeiten und Fehlstellen, die aufkommen, wenn

der Drucker blockiert, die Tinte knapp wird oder ausläuft, geben den Drucken ihre malerische Dimension. Die Arbeiten erzählen von ihrer Entstehungsgeschichte und dem darin kalkulierten

Zufall, der sie einzigartig und unwiederholbar macht.

 

 

PRÄSENTATION 

 

Die Arbeiten auf Acrylglas werden oben und unten mit je zwei Edelstahl-Klemmhalterungen

an die Wand angebracht. Durch die Halterungen entsteht ein Abstand von 25 mm zwischen

Wand und Bild, der die Transparenz der Arbeit und den schwebenden Eindruck unterstützt.